Vorteile des Rauchstopps

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Rauchstopps

Der Konsum von Tabak durch Rauchen ist historisch betrachtet eine Aktivität, die in einem spirituellen oder religiösen Kontext durchgeführt wurde. Er wurde häufig in Pfeifen bei heiligen Zeremonien geraucht, oder um einen erfolgreich abgeschlossenen Handel zu besiegeln. Die Ureinwohner Amerikas waren der Meinung, dass Tabak ein Geschenk des Schöpfers sei und der Rauch beim Ausatmen in den Himmel steigt und ihre Gedanken und Gebete mit sich trägt.

Die Ankunft der Europäer auf dem amerikanischen Kontinent brachte Veränderungen bezüglich der Praxis des Tabakkonsums. Tabak wurde zu einem sehr profitablen Handelsgut und das Rauchen zum Freizeitvergnügen. Die gestiegene Nachfrage nach Tabak erhöhte wiederum die Produktion sowie Automatisierung und führte zum Wachstum der Tabakindustrie, bis Mitte der 1900er Jahre die gesundheitlichen Folgen des Rauchens durch wissenschaftliche Studien entdeckt wurden.

Forschung

Wissenschaftler fanden heraus, dass Tabak eine hohe Konzentration an Nikotin enthält, eine Substanz, die stimulierend wirkt und eine Abhängigkeit zum Tabakrauchen entwickelt. Die Abhängigkeit von Nikotin trägt dazu bei, dass die Auswirkungen des Zigarettenrauchens sich über einen langen Zeitraum hinwegziehen können, wodurch es schwierig, jedoch nicht unmöglich ist, damit aufzuhören. Seit dem Bericht des „US Surgeon General“ vom Jahre 1964 bezüglich der Gefahren des Rauchens gaben bereits Millionen Amerikaner das Rauchen auf und trotzdem sterben jährlich ca. 438 000 Menschen an Krankheiten, die durch Rauchen ausgelöst werden. Diese Zahlen schließen auch diejenigen Menschen mit ein, die den Karzinogenen im Tabak nur „passiv“ ausgesetzt wurden.

Zigarettenrauch besteht aus mehr als 4 800 Chemikalien, von denen 69 als Krebserreger identifiziert wurden. Etwa 90 % der Todesfälle bei Lungenkrebs und zwischen 80 und 90 % der Todesfälle durch COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) stehen direkt mit dem Rauchen in Verbindung. Diese Statistiken enthalten nicht die Krankheiten und Probleme derer, die mit dem Rauchen aufgehört haben, jedoch bereits durch das Rauchen gesundheitlich belastet wurden und derer, die dem Rauch nur „passiv“ ausgesetzt waren. Zu den Krankheiten, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden, gehören z. B. COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), koronare Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Lungenentzündungen sowie Lungen-, Blasen-, Speiseröhren-, Gebärmutterhals- und Nierenkrebs.

Rauchstopps

Das Rauchen während der Schwangerschaft und in der Nähe von Kindern trägt ebenfalls zu dem erhöhten Risiko bei, dass Säuglinge Krankheiten wie Innenohrentzündungen und Asthma entwickeln können. Ebenfalls ist es verantwortlich für 10 % der Kindersterblichkeitsrate, die „plötzlichen Säuglingstod“ und SIDS miteinschließen.

Zusätzlich zu den gesundheitlichen Schäden, die dadurch auftreten können, hat das Rauchen laut „Clean Up Australia“, einer Organisation, die sich für die Erhaltung der Ressourcen unseres Planeten einsetzt, auch negative Auswirkungen auf unsere Umwelt.

In vielen Ländern wird Holz zum Erhitzen und Trocken von Tabakblättern verwendet. Man braucht einen Hektar Wald, um einen Hektar Blätter zu trocknen. Etwa 5 Mio. Hektar Wald, das entspricht 600 Mio. Bäumen, werden zerstört, um Holz für den Trocknungsprozess von Tabakblättern bereitzustellen. Der Abbau dieser Wälder führt auch zu häufigeren Überschwemmungen und Dürren.

Abfall, der durch falsche oder unachtsame Entsorgung von Zigarettenstummeln entsteht, ist ein großer Teil der Umweltverschmutzung und der Ursache für Feuerausbrüche. Zigarettenstummel werden auch in Gewässer gespült, die das Leben im Meer unterstützen. Die Chemikalien und die Inhaltsstoffe der Stummel haben einen negativen Einfluss unsere Wasserqualität und können für Vögel und andere Tiere schädlich sein.

Rauchstopps

Vorteile

Die Vorteile beim Abgewöhnen des Rauchens überwiegen das kurze Glücksgefühl beim Inhalieren und Konsumieren von Tabakprodukten. Die menschliche Gesundheit und die Umwelt sind voneinander abhängig und müssen beide berücksichtigt werden, wenn man mit einer Abhängigkeit konfrontiert wird, die nur vorübergehende wohltuende Effekte hat.

Berichte sagen, dass die Effekte des Aufhörens sofortig eintreten und äußerst erfreulich sind. Der Geruch- und Geschmacksinn wird verbessert und das Atmen fällt einem leichter. Man hustet und keucht weniger und wird seltener krank, und das gilt nicht nur für die Person, die mit dem Rauchen aufhört, sondern auch für diejenigen Menschen, die „passiv“ mitgeraucht haben. Mit dem Rauchen aufzuhören verringert außerdem das Risiko von Lungenkrebs, Herzerkrankungen, Schlaganfällen und anderen Atemwegserkrankungen, was zu einer höheren Lebenserwartung und einem Rückgang der allgemeinen Todesfälle führen würde.

Weniger Rauchen führt auch zu weniger Luftverschmutzung und Abfall. Unsere Straßen und Wasserwege werden sauberer, unsere Wälder erblühen, Überschwemmungen und Brände werden seltener und die Tierwelt bleibt besser erhalten.

Letztendlich spart der Arbeitgeber durch die Rauchentwöhnung, wie auch der Arbeitnehmer, der mit dem Rauchen aufhört, bares Geld. Eine Studie der „National Commission on Prevention Priorities“ zeigte, dass für jeden Arbeitnehmer, der mit dem Rauchen aufhört, ein Ersparnis von 22.434 US-Dollar gerechnet auf eine Lebensdauer für Gesundheitsausgaben im Zusammenhang mit Tabak entstehen würde. Der Arbeitgeber würde dieses Ersparnis anhand niedrigerer Beitragsbeträge erkennen. Ehemalige Raucher können potenziell jährlich bis zu 2.500 US-Dollar oder mehr sparen, wenn sie keine Zigaretten mehr kaufen.

Ein gesünderer Lebensstil ohne das Rauchen trägt zum Wohlbefinden aller Menschen bei, schützt die Umwelt, senkt die Kosten der Gesundheitsversorgung sowie persönliche Ausgaben wie Reinigungskosten, Automobilpflege usw., während sich gleichzeitig das Selbstwertgefühl und das Aussehen der besagten Person verbessert.

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